Argumente für Sensuelleville




1) Die heutigen Sängerinnen, Schauspielerinnen, Modellen, opfern ihre Gesundheit und ihre Lebensqualität, um schlank zu bleiben (für das Geld). Den jungen Frauen werden diese Vorbilder gegeben. Daher entstehen psychologische Probleme bei zu vielen Mädchen: Anorexie, Komplexe... Dies geht manchmal bis zum Selbstmord... Die Frauen brauchen vernünftige Vorbilder, die den richtigen Frauen gleichen.

 

 

2) Der Schlankheitsdiktat nützt dazu, die Frauen zu Sklavinnen zu machen. Er ist eine Ekelhafte Erfindung der 20er und entspricht einem religiösen Trend: die Frauen durch ihre Beschaffenheit bringen die Männer zur Sünde. Das Weibliche muss entfernt werden.

 

 

3) Es ist mir unerträglich, Frauen zu hören, die glauben, dass es notwendig ist, als Frau schlank zu sein. Ich gehöre nicht in diese Kultur. Ich brauche eine Parallel-Kultur, in der die weiblichen Rundungen wünschenswert sind. Wenn eine Frau vor der Wahl steht, und dann entscheidet, schlank zu sein, stört mich das nicht. Was mich stört: die Frauen haben keine Wahl, ihnen wird ständig wiederholt, dass eine richtige Frau unbedingt schlank sein muss. Als wäre diese Kultur die einzige. Wir müssen die andere Kultur entwickeln, damit die Frauen wissen, dass es eine andere Möglichkeit, eine andere Weltanschauung gibt.

 

 

4) Die Rundungen der Frau haben mit der Liebe und mit der Zärtlichkeit zu tun. Der Mann wird stark davon angezogen. Sie sind ein Aufruf zur Liebe.

 

 

5a) Warum ist der Schlankheitsdiktat so schlimm? Weil er viele Einkommen verursacht. Dann muss die Parallel-Kultur, in der die Rundungen wünschenswert sind, auch Einkommen verursachen.

 

 

5b) Das Geld verursacht die Glaubwürdigkeit. Viele Diät-Firmen werden von den Medien gut anerkannt, weil sie viel Geld verdienen. Viele Wissenschaftler und Ärzte stimmen aus den selben Gründen mit den Argumenten dieser Firmen überein (zum Glück nicht alle!). Michel Montignac ist eine Schuft, aber er gilt als „Heiliger Mann“. Die Medien machen kostenlose Reklame für seine Diäten (darüber wird in den Sendungen gesprochen, ohne sich zu fragen, ob sie so gut sind, und ob die Frauen wirklich brauchen, eine Diät zu machen, oder ob schlank sein ein falscher Bedarf ist, um Geld zu verdienen). Doch hat Montignac genug Geld, um seine Reklamen zu bezahlen. Da die Kultur der Rundungen keine Einkosten verursachen, ist sie noch nicht glaubwürdig. Aber das kann sich ändern.

 

 

5c) Der Reichtum der Vorsitzenden von Firmen der Schlankheitsindustrie ist so gross, dass sie glaubwürdig sind, und dass die Journalisten ihre Meinung über die Fettleibigkeit kennen wollen.

 

 

6a) Wenn man sich einen Film ansieht, oder eine CD von einer Sängerin kauft, oder ein Magazin für Frauen liest, fördert man die Kultur des Schlankheitsdiktats. Man kauft die Meinung, dass eine runde Frau nicht hübsch ist. Das Unerträgliche an der Sache ist: diese Kultur wird allen Frauen verkauft, insbesondere den runden Frauen. Aber sie ist eine Beschimpfung zu diesen Frauen. Diese Frauen kaufen die Meinung, dass sie nicht hübsch sind; aber sie haben keine Wahl: zur Zeit ist nur diese Kultur vorhanden, die andere existiert, aber es wird noch nichts dementsprechend produziert, deshalb ist sie nicht bekannt. Auch die Regierung fördert die Kultur des Schlankheitsdiktats, indem sie Kunstwerke zum Teil finanziert. Die Auswirkung dieser Kultur ist, dass sich die Frauen hässlich finden, und sie schafft eine künstliche Lust, abzunehmen. Dann steigt das künstliche Interesse für Pressereportagen und Fernsehsendungen über Diäten.

 

 

6b) Wenn es runde Frauen im Fernsehen geben würde, wenn es mollige Sängerinnen geben würde, würde den Leuten nur noch sehr selten einfallen, abzunehmen. Die Schlankheitsindustrie würde verschwinden.

 

 

6c) Der heutigen Kultur sollen wir Widerstand leisten. Zur Zeit haben die runden Frauen keine Wahl. Sie können nur die Meinung kaufen, dass sie keine richtigen Frauen sind. Wenn eine Firma den Frauen ein Produkt verkaufen will, sind in den Reklamen immer nur schlanke Frauen zu sehen. Das ist eine Beschimpfung zu den runden Frauen. Die Botschaft an sie lautet: „Wir haben keine Frau wie dich gewählt, weil wir dich hässlich und ungeeignet finden.“. Solche Firmen machen Reklame, in dem sie ihre Kundinnen beschimpfen.

 

 

6d) ZB. in der Reklame für Tampons in Kanada werden die Rundungen immer negativerweise betrachtet. In den Filmen spielen die runden Schauspielerinnen keine bedeutende Rolle, sie sind nur „die Dicke“, über die sich die anderen lustig machen, oder mit der die anderen Mitleid haben. Nur die schlanken Schauspielerinnen spielen eine Rolle von einem erfolgreichem Menschen.

 

 

7a) Die Kultur des Schlankheitsdiktats ist verantwortlich dafür, dass die Frauen sich schämen, Rundungen zu haben. Die Medien sorgen mit Argumenten über die Gesundheit und die Schönheit dafür, dass sich die Frauen schuldig fühlen, rund zu sein. Ihnen werden nur noch schlanke Modelle vorgezeigt. Das Ziel ist, dass diese Frauen bereit sind, viel Geld für Diäten auszugeben. Diese Kultur ist auch für die Verurteilung der molligen Frauen verantwortlich: die Rundungen werden von der Sünde verursacht (weil diese Frauen schlecht und zuviel essen, lautet die Propaganda, die nutritionelle Psychose).

 

 

7b) Mit der Kultur der Rundungen wollen wir, dass die Frauen stolz auf ihre Rundungen sind. Wir sind auch gegen die Normen. Alle Frauen können Modelle sein (egal ob gross, klein,...) Sensuelleville wird die Frauen so zeigen, wie sie sind.

 

 

8) Die Homosexuellen werden aufgrund ihrer wirtschaftlichen Bedeutung respektiert. Es gibt viel mehr runde Frauen als Homosexuellen; die runden Frauen und ihre Liebhaber haben eine viel grössere wirtschaftliche Macht als die Homosexuellen. Die Homosexuellen haben ihre Handelskammer. Warum hätten die Freunde der Kultur der Rundungen auch nicht ihre Handelskammer? Daher kommt die Idee von Sensuelleville.

 



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