Die FA/FFA sind an der besten Stelle, um den Schlankheitsdiktat abzubauen. Ich kann nicht mehr akzeptieren,
dass die Leute das glauben, was die Medien im Bereich "Rundungen" sagen. Seit Dezember 2003 lege ich alles
darauf an, dass die Leute wissen, dass die von den Medien kommenden Glauben über das Thema "rund/schlank" falsch sind,
dass es eine andere Kultur gibt. Auf dieser Seite geht es um die einzelnen Möglichkeiten, als FA gegen den Schlankheitsdiktat
zu kämpfen, um meine Erfahrungen in diesem Bereich, um ihre Vorteile und Nachteile. Sie können mir
auch Ihre Meinung darüber oder andere Ideen von Methoden mitteilen (zB in dem Sie mir schreiben).
Ich glaube, wir können unser Ziel erreichen, in dem wir kreativ sind, um neue Ideen zu finden. Das Ziel:
die Propaganda der Medien ausgleichen. Die Leute hören ständig, dass eine schöne Frau unbedingt schlank
ist: es ist also gut, wenn sie Menschen kennen, die andere Geschmacke haben. Die Leute hören ständig,
dass mollig gleich unglücklich ist: am besten ist es, wenn wir ihnen zeigen, dass dieses Cliché falsch ist.
Spotte über übergewichtige Leute sind unerträglich, ich glaube, wir müssen etwas tun. Sowohl im Falle einer induviduellen
Beleididung (jemand macht sich über eine mollige Person lustig) als auch im Falle einer öffentlichen
Beleidigung (wie zum Beispiel in der Werbung).
Aber es ist kompliziert, zu wissen, was tun. Nehmen wir an, einige Leute machen sich über ein rundes Mädchen
lustig. Sie haben alles gehört und verteidigen das Mädchen. Sie widersprechen den Spottern, in dem Sie
Ihre Vorliebe für mollige Frauen erwähnen. Es kann gut sein, dass das Mädchen es Ihnen übelnimmt. Wenn sie
unglücklich ist, rund zu sein, kann sie so reagieren. Es kann sein, dass sie sich danach noch schlechter fühlt.
Das ist einer der grössten Unterschiede zwischen Dickenfeindlichkeit und Rassismus: nehmen wir an, einige
Leute beschimpfen eine Frau (oder einen Mann, aber ich habe eine Frau gewählt, um die beiden Falle besser zu vergleichen).
Nehmen wir an, das ist eine rassistische Beschimpfung. Sie verteidigen die Frau, und Sie sprechen zu den
Spottern, in dem Sie die Ausländerfeindlichkeit anprangern. Es ist undenkbar, dass die Frau es Ihnen
übelnimmt, dass sie sich wegen Ihrer Einmischung schämt. Im Gegenteil wird sie meinen, dass Sie ein
guter Mensch sind. Im Falle des Rassismus meint der angegriffene Mensch: "Was für Schufte, sie gehen nicht gut!",
wahrend er im Falle der Dickenfeindlichkeit denkt: "Ich gehe nicht gut. Ich habe keinen Wert"; doch sollte
er genauso wie im Falle des Rassismus reagieren. Aber unsere Medien fördern die Dickenfeindlichkeit (um nicht zu sagen: sie sind der Grund dafür).
Eine gute Idee: Sie machen eine Website über dieses Thema! Je mehr Websites über unsere Kultur es gibt,
desto grösser ist die Warscheinlichkeit, dass einer diese Kultur kennt. Das kann vieles verändern.
Eine Mutter kann aufhören, ihrer Tochter mit dem Schlankheitsterror Angst zu machen. Eine spöttische Frau oder ein spöttischer Mann
kann aufhören, sich über mollige Frauen lustig zu machen. Wir wollen die Mode nicht verändern, sondern dass die Leute wissen,
dass die Schönheit im Auge des Betrachters liegt, und dass wir nicht alle die selben Augen haben (egal ob FA oder nicht).
Wir wollen auch, dass die Medien aufhören, Sachen zu tun, die man gegen eine andere Gruppe (zB. Ausländer)
nicht tun würde. Leider ist die Auswirkung einer solchen Website nicht nur gut. Auf der anderen Seite
fühlen sich die Leute nicht gern schuldig. Ich habe mich zum Beispiel mit einem Mädchen im Internet unterhalten,
sie hat mir erzählt, dass sie auf einem Forum geschrieben hatte, dass die Meinung "es gibt schöne
Frauen und Frauen, mit denen die Natur nicht so grosszügig gewesen ist" schlecht sei. Sie sagte, dass es keine schönen und keine hässligen
Menschen gebe, sondern nur eine Vielfalt von Typen und Geschmacken. Manche Leute waren daran gewöhnt,
zu sagen: "dieses Mädchen (resp. dieser Junge) ist schön, dieses (resp. dieser) hässlich". Sie haben die Kritik
nicht akzeptiert, sie haben sich angegriffen gefühlt und haben sehr schlecht reagiert.
Das könnte auch in der Size Acceptance passieren. Nehmen wir uns einen Mann, der auf schlanke Frauen steht und
(das ist glücklicherweise nicht immer der Fall) der meint, dass die dicken Frauen keine richtigen Frauen
sind (und eventuell spottet er über sie). Wenn so ein Mann eine Website der Size Acceptance liest,
kann er schlecht reagieren: er hat das Gefühl, dass Männer wie er als "Rassisten" bezeichnet werden, und dass sie
verantwortlich für das Unglück vieler Frauen sind. Es kann sein, dass so ein Mann später deswegen ein Feinde der Size-Acceptance
wird. Was tun? Die Sache sieht nicht so einfach aus. Es ist wichtig, den Schlankheitsdiktat zu kritisieren,
aber wenn möglich ohne, dass sich die Leute verurteilt fühlen. Ich bin selbst wegen der heutigen Situation wütend,
und das wirkt sich manchmal auf meine Seiten aus. Schade, es kann sein, dass einige schlecht reagieren...
Wie kann man das Problem lösen? Es gibt vielleicht eine Möglichkeit. Das Team "Opfer" merkt natürlich
schneller, dass eine Stuation ungerecht ist. Nehmen wir uns ein Mädchen, das sich mit einem afrikanischen
Sklaven verliebt. Sie wird natürlich sehr schnell meinen, dass die Sklaverei ungerecht ist. Nehmen wir
an, ihr Vater besitzt diesen Sklaven. Er meint bestimmt, dass die Sklaverei normal ist. Doch das
Mädchen ist nicht besser als ihr Vater: sie ist nur in einer besseren Lage, um die Ungerechtigkeit der
Situation zu verstehen. So ist das auch in der Size-Acceptance. Wir sollen es sagen. Es ist immer gut,
dass die Leute die Kultur der Size-Acceptance kennen, auch wenn sie diese Kultur nicht mögen. Aber es ist
besser, wenn sie uns zustimmen, oder wenn sie auf uns nicht böse sind. Dann wird die Auswirkung einer
Website der Size-Acceptance so aussehen, wie ich sie beschrieben habe. Wenn Sie andere Ideen haben,
damit die Leute sich nicht wegen ihrem ehemaligen Verhalten angegriffen fühlen, teilen Sie mir diese
Ideen mit. Wenn wir gemeinsam arbeiten, sind wir stärker.
Eine andere Idee für den Kampf gegen den Schlankheitsdiktat besteht darin, Plakate zu machen. Diese
sind besonders für Telefonzellen, U-Bahnen, Wartezimmer, USW, geeignet. Auf den Plakaten schreiben das, was Sie
wollen. Schreiben Sie aber nichts gegen schlanke Frauen. Schreiben Sie zum Beispiel: "Wir wollen mehr
runde Frauen im Fernsehen sehen", oder einen Text, in dem Sie erklären, wie sehr die molligen Frauen
Ihnen gefallen, oder Sie können noch zu einem Boycott aufrufen: wenn eine Firma eine dickenfeindliche
Werbung gemacht hat. Sie können auch Reklame für ein Schönheitswettbewerb für runde Frauen, oder für eine
Party für BBW und FA machen. Seien Sie kreativ. Diese Methode weist einen grossen Vorteil auf: wenn man noch nicht
bereit ist, die anderen Bescheid zu sagen, dass man FA ist (die Leute akzeptieren das noch nicht ganz, einige Mädchen entfernen sich,
wenn sie das wissen); mit dieser Methode bleibt man anonym. Diese Methode hat auch einen Nachteil:
einige runde Frauen können schlecht reagieren (vor allem wenn sie nicht akzeptieren, mollig zu sein; wenn sie
es akzeptieren, reagieren sie meistens sehr gut, und stimmen der Initiative zu). Das bedeutet nicht, dass man
auf diese Methode verzichten muss, sondern man soll das nicht aus dem Kopf verlieren, wenn man über den Inhalt
der Plakate entscheidet. In diesem Fall ist das besser, Reklame für eine BBW und FA Party oder ein
Schönheitswettbewerb für runde Frauen, weil der Grund der Plakate nicht nur die Verteidigung runder
Frauen ist, sondern eine bestimmte Veranstaltung. Bei einem Text über die Schönheit der molligen
Frauen können einige von ihnen denken: "Wahrscheinlich ist das ganz komisch, auf runde Frauen zu stehen.
So komisch, dass man es auf Plakaten schreibt. Man sieht nie Plakate über die Schönheit zum Beispiel der blonden
Frauen, oder der schwarzen Frauen!". Einige Frauen können das als eine Demutigung empfinden ("Man braucht
Werbung für mich zu machen!"). Ein Text über die Schönheit der runden Frauen ist vielleicht nicht das Beste.
Aber wenn sie eine andere Meinung haben, können Sie es tun. Ich meine, die Reklamen für Partys für BBW
und FA oder Wettbewerbe oder andere Veranstaltungen sind besonders geeignet.
Wenn Leute aus einer Gruppe über eine runde Frau spotten, sollen wir wirklich reagieren. Die Frau hört
weder die Spotter noch uns. Und die Spotter werden endlich etwas anderes hören, die andere Kultur (Size-Acceptance) entdecken.
In ihrem Kopf kann sich viel verändern. In Grenoble habe ich zum Beispiel eine Gruppe von Jungs gesehen.
Einer von ihnen sah ein Mädchen an und hat gesagt: "Wie schön ist sie!". Jemand hat gefragt: "Wer?
Das Mädchen links?". Dann haben alle gelacht. Es handelte sich um ein Mädchen, das sich mit einem anderen
unterhielt (links), das rund war. Dann haben noch viele schlecht über das Mädchen links geredet. Diesmal
habe ich mich eingemischt, ich habe ihnen erklärt, dass ich entsetzt war über ihr Verhalten, dass ich
solche Mädchen hübscher als die anderen fand. Dann herrschte totale Stille. Ich habe falsch gehabt.
Es war schon gut, zu Wort gekommen zu sein, die Spotter haben etwas gehört, das sie unbedingt hören
mussten. Aber sie konnten sich wegen meiner Einmischung schuldig fühlen, und sich schämen. Und es kann
sein, dass sie Jungs wie mich (und mollige Frauen) hassen (wegen meiner Reaktion). Es wäre besser gewesen,
von meinen Geschmacken zu sprechen, ohne sie zu verurteilen. Wenn sie sich in so einer Situation
befinden, passen Sie auf. Klingen Sie nicht agressiv. Zeigen Sie nicht, dass Sie ihnen ihr verhalten
vorwerfen. Klinken Sie freundschaftlich. Oder scherzen Sie (aber bleiben Sie ernst, was die Botschaft
betrifft). Zum Beispiel können Sie sagen: "Ich kann es Ihnen nicht vergeben. Ich persönlich stehe auf
runde Frauen. Sie haben es verstanden: zwischen uns ist Krieg." (auf Französisch klingt das lustig, vielleicht
ist das nicht so in Deutsch, dann können Sie etwas anderes finden). Betonen Sie ihre
Schuld nicht, sondern eher Ihre Geschmacke. Ich glaube, das ist besser, aber es kann sein, dass ich falsch
habe. Wir sollten freundlich klingen, es gibt einen Ton, der ausgezeichnet ist, aber es ist schwierig, davon
schriftlich zu sprechen. Ich bin sehr schlecht in diesem Bereich. Ich reagiere nicht besonders gut, wenn
ich keine Zeit gehabt habe meine Sätze im voraus vorzubereiten. Mein Ton ist in der Regel nicht ganz geeignet.
Es ist schwierig, aber manche schaffen es ganz gut.
Es ist gut, zu Wort zu kommen, wenn man die Leute über die Schlankheit sprechen hört. Oder man kann
nur ein Detail hinzufügen, damit die anderen verstehen, dass man FA ist (ohne ein langes Gespräch
machen zu müssen). Wenn zum Beispiel Mädchen miteinander diskutieren, um zu wissen, welche Methoden
ihre Freundinnen anwenden, um schlank zu bleiben: "Pass auf wenn du isst, trink nicht, sonst nimmst du
zu!", etc..., können Sie eventuell sagen: "Warum wollt ihr immer abnehmen? Ihr seid wirklich unglaublich!
Und doch es gibt Männer, die die runden Frauen bevorziehen. Ich bin so ein Mann.". Klingen Sie freundschaftlich,
die Mädchen sollen nicht den Eindruck haben, dass es sich um einen Vorwurf handelt. Und das ist kein
Vorwurf. Jeder ist frei und tut, was er will. Aber das kann nicht schaden, den Leuten zu zeigen, dass
ihre Glauben über Schlankheit und Rundungen von einer Lüge der Medien kommen.
Eine andere Möglichkeit: Mitglied von Vereinigungen der Size-Acceptance werden: die NAAFA,
die ISAA, etc... (besuchen Sie meine Seite
"Links"). Sie können auch an Sensuelleville
teilnehmen. Ich bin selbst sehr motiviert und möchte, dass wir einmal genug Leute finden, um dieses Projekt zu starten.
Sie können eine neue Email-Adresse kostenlos gründen: Ihr_Name@size-acceptance.org, damit mit jedem Brief andere
Leute die Bewegung der Size-Acceptance kennen: gehen Sie auf die Website der Isaa, rechts unten
kann man diese Adresse machen. Wenn Sie das Link nicht finden, oder wenn Sie ein anderes Problem haben,
schreiben Sie mir. Sie können auch zum Wettbewerbausschuss von Miss Plump Univernet gehören.
Es ist auch möglich, Veranstaltungen zu organisieren (Laufen, Konzert, Demonstration, USW), um den Schlankheitsdiktat anzuprangern.
Die Leute müssen uns kennen, wir können nicht schweigen! Ende September 2005 hat der Lyoner Verein xxelles eine Party für BBW und FA
in einem Karaoke-Restaurant organisiert. Wir waren nicht die einzigen im Restaurant. Die anderen haben mit uns getanzt, mit uns gesungen.
Sie haben sehr gut reagiert, jemand hat sogar gesagt: "Bleiben Sie so, wie Sie sind, Sie sind toll!".

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