Wenn die Medien versuchen, das Bild der runden Frau zu ändern



Hier ist ein Link zu einer spanischen Sendung:

Sendung "Bella Gorda"

Die typische spanische Frau war noch vor kurzer Zeit rund, mit breiten Hüften und prachtvollem Busen. Aber auch in diesem Land versuchen die Medien, das Bild der traditioneller Frau zu ändern, indem sie dem Image der molligen Frau schaden. Diese Sendung ist typisch dafür. Schauen Sie sich die Video an. In diesem Film sind alle schlanken Mädchen "in", das heisst, sie tragen schöne Kleider, während das runde Mädchen altmodisch ist. Sie ist scheu und verklemmt, während ihre schlanken Freundinnen lebendig sind. Das Ziel ist, dass die Leute ein schlechtes Bild von den molligen Frauen im Kopf haben.


Sowohl die Medien, als auch die grossen Firmen tragen dazu bei. Zum Beispiel wird es immer schwieriger in Europa, als runde Frau schöne Kleider zu finden. Es gab bisher den Laden BiB (Big is Beautiful) von H&M, aber auch da sind die Kleider altmodisch geworden. Und in vielen H&M Geschäften ist der Laden BiB gestrichen worden, obwohl er viel Erfolg hatte. Das ist nicht normal: wenn ein Produkt Erfolg hat und vielen Leuten gefällt, verschwindet er nicht! Viele runde Frauen wollen sexys Kleider kaufen, aber diese Kleider gibt es immer weniger. Das Ziel ist, dass diese Frauen nur noch altmodische Kleider tragen, damit die Leute den Eindruck haben, dass mollig gleich altmodisch und hässlich ist.


Aber warum ist das so? Die Kultur der Rundungen passt einfach für nicht rentabel. Die Schönheitsindustrie setzt voraus, dass die Frauen unglücklich mit ihrem Körper sind, damit sie bereit sind, viel Geld dafür auszugeben. Was ist eine runde Frau? Der Begriff "rund" ist nicht genau. Die meisten Frauen können sich als "rund" bezeichnen. Wenn die runde Frau als eine schöne Frau gilt, sind zuviele Frauen mit ihrem Körper zufrieden. Die meisten Frauen sind rund, wenn sie natürlich bleiben. Man kann viel Geld verdienen, indem man ständig wiederholt, dass mollige Frauen hässlich und keine richtigen Frauen sind. Die Reklamen für Diäten sind öfters nichts anderes als eine Beleidigung zu den potentiellen Kund(in)en, damit sie unglücklich mit ihrem Körper sind, und vor allem damit sie bereits sind, sehr viel Geld für Diäten auszugeben.


Wir müssen gegen diese Gesellschaft Widerstand leisten. Eine Parallel-Kultur gibt es schon, aber sie ist noch nicht bekannt, weil die Medien sie ignorieren (denn die Schlankheitsindustrie würde schnell aussterben, wenn die Leute diese Parallel-Kultur kennen würden). Wenn wir heute eine CD von einer Sängerin kaufen, wenn wir uns einen Film ansehen, kaufen wir die Meinung, dass nur die schlanken Frauen hübsch sind (denn diese Botschaft wird ständig von diesen Medien vermittelt). Darum finde ich das Projekt Sensuelleville toll. Es geht darum, eine Firma zu gründen, die eine andere Kultur verbreitet, in der die weiblichen Rundungen vorteilhaft und wünschenswert sind. Filme, Pressereportagen, Magazine, Schönheitswettbewerbe, Websites, mollige Sängerinnen würde es geben. Die Frauen hätten endlich die Möglichkeit, eine Meinung zu kaufen, die keine Beschimpfung zu ihrer Weiblichkeit ist. Wir müssen diese Alternative bieten!










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